Auf dem Weg zum "Umweltpakt Bayern"
OETTINGER
Brauerei Unternehmen legt eindrucksvolle Zahlen zum Wasser- und Energieverbrauch vor.
Die OETTINGER Brauerei ist nach Betriebsgröße und Bierausstoß die größte
Brauerei Deutschlands. Doch Firmenchef Günther Kollmar legt großen Wert darauf, dass sein Unternehmen
auch mit umweltfreundlichen Energie- und Wasserverbrauchswerten in Deutschland führt, unterlegt dies mit Vergleichszahlen.
Demnach verbraucht die OETTINGER Brauerei bei der Bierherstellung nicht einmal halb so viel Wärme und Strom wie der
Durchschnitt deutscher Großbrauereien und deutlich weniger Wasser. |
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Günther Kollmar führt weitere Maßnahmen an, mit denen sein
Unternehmen zur Entlastung der Umwelt beitrage: Die Brauerei betreibt ein eigenes Klärwerk mit 99 000 Einwohner-Werten.
Durch die Abkoppelung der Brauerei von der städtischen Abwasseranlage könne Oettingen umliegende Gemeinden
einbinden, was die ökologische Gesamtsituation der Region verbessert. Dem eigenen Klärwerk kann noch
ein weiterer Umweltaspekt abgewonnen werden: Die wöchentlich anfallenden 15 000 Kubikmeter Methangas werden
unmittelbar in den Kesselanlagen verheizt. Das allein bringt eine Energieersparnis von zehn Prozent mit sich.
Kollmar zeigt sich verwundert, dass dieses Umweltengagement von politischer Seite bislang nicht zur Kenntnis genommen
wird. Bereits vor zweieinhalb Jahren habe er einem Münchner Landtagsabgeordneten seine Betriebszahlen mit
Vergleichswerten geschickt. Nach längerem Briefwechsel mit verschiedenen zuständigen Stellen signalisierte
ihm nun Dr. Otmar Bernhard, Staatssekretär im Bayerischen Umweltministerium, dass geprüft werde, ob die
OETTINGER Brauerei
in den "Umweltpakt Bayern" mit aufgenommen werden könne. Dabei handelt es sich um eine Kooperation
von Betrieben, die freiwillig herausragende Umweltschutzmaßnahmen umsetzen. Die Mitgliedschaft gilt als Auszeichnung
an sich; weder bayerisches Umweltministerium noch der Freistaat vergeben einen eigenen Umweltpreis.
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"Auf Preise verzichten wir gerne", erklärte
Günther Kollmar gegenüber unserer Zeitung, "wir wollen nur unsere Werte und unser Umweltengagement
bekannt machen. Dabei wundert es mich zusehends, dass immer wieder wesentlich ungünstigere Werte als unsere
als vorbildlich hingestellt werden."
Rieser Nachrichten
6. Oktober 2007
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