Gothaer Bier in Moskau
Oettinger Brauerei erschließt mit Lizenz- und Technikvertag
neuen Markt in Russlands Hauptstadt |
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Ein Oktoberfest wird es vom 19. bis 20. September im Moskauer Norden
geben. Mitveranstalter ist die Oettinger Brauerei, die auch in Gotha einen Standort und Grund zum Feiern hat.
Von Claudia Klinger
,,Das erste Bier ist in der neuen Anlage in Moskau gebraut, bald wird es abgefüllt - in Dosen, Fässern,
Plast- und Glasflaschen", sagte Dirk Kollmar, Geschäftsführer der Gothaer Brauerei. Er weiß,
wovon er spricht. schließlich werden von Gotha aus die Exportangelegenheiten der Oettinger Brauerei gemanagt,
befindet sich doch in Gotha das Export-Büro.
Der neue Betrieb in Moskau ist mit einer Gruppe von Technikern aus allen drei deutschen Oettinger-Standorten aufgebaut
worden. Sie wurden extra geschult, schließlich müssen sie ja auch mit der Mentalität der Russen
umgehen können."
Schon länger wollte Oettinger nach Russland exportieren, aber Zölle hätten das Bier viel zu teuer
gemacht", so Kollmar. Vor zwei Jahren aber gab es dann einen Lichtblick – den Kontakt zu einer großen
Vertriebsorganisation in Moskau.
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AUF RUSSISCH: Als Bier Nummer 1in Deutschland verkauft die Oettinger Brauerei künftig Pivo als Lizenzprodukt
in Moskau.
In Russland wird bei Alkoholwerbung übrigens vor übermäßigem Genuss als Gesundheitsgefahr
gewarnt.
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Sie wollte für die russische Hauptstadt eine Brauerei bauen, in der
in Lizenz gefragte Biermarken aus aller Welt produziert werden. ,,Die Russen wollen Mercedes statt Lada fahren
und eben auch Weltbiere trinken", sagte Dirk Kollmar. Da die Oettinger Brauerei nach eigenen Angaben die größte
in Deutschland ist, hatte sie gute Karten - „die Russen wollten die größte haben. Und sie wollten nicht
nur die Lizenz für unser Bier. sondern auch unser Know-how“. Deshalb koordinieren Mitarbeiter der Oettinger
Brauerei seit etwa einem Jahr den Aufbau der hochmodernen Anlage in Moskau.
Laut Kollmar sollen dort in der ersten Ausbaustufe, über vier Millionen Hektoliter Bier verschiedener Marken
pro Jahr hergestellt werden - doppelt so viel wie in Gotha. ,,Die Vertriebsorganisation regelt auch den Absatz,
es ist jetzt schon klar, in welchen Märkten unser Bier verkauft wird.“
Das Geschäft mit dem Technik- und Lizenzvertrag nennt Kollmar ,,elegant“. ,,Wir müssen nicht investieren,
sondern bringen das technische Know how die Qualität und die Marke mit - und kassieren die Lizenzgebühr“,
erklärt er. Die Moskauer Region sei ein großer Markt, etwa 18 Millionen Menschen leben dort, so viel
wie in Nordrhein-Westfalen.
In Gotha hat die Oettinger Brauerei 500 Mitarbeiter, in der Unternehmensgruppe insgesamt etwa 1400 Beschäftigte. |
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Thüringer Allgemeine
2. September 2008
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