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Übernahme: Oettinger Brauhaus hat den Braunschweiger Standort
des dänischen Carlsberg-Konzerns gekauft.
Das Oettinger Brauhaus ist bereits die größte Privatbrauerei
Deutschlands. Jetzt vergrößerte sich das Unternehmen noch einmal um 20 Prozent: Zum 1. August geht die
Braunschweiger Feldschlößchen-Brauerei vom dänischen Bierkonzern Carlsberg an die Oettinger über,
der Notarvertrag ist bereits besiegelt. Günter Kollmar, Chef der Oettinger Brauerei, begründete den Kauf
gegenüber unserer Zeitung: „Die Lage der Brauerei ergänzt sehr gut unser Netz und passt in das Konzept
unserer Gruppe.“ Carlsberg begründete den Verkauf als „Teil der Optimierung der europäischen Netzwerkstruktur“.
Der Konzern will sich in Deutschland auf die profitableren Markennamen konzentrieren.
Die Biermarke Feldschlößchen bleibt aber unverändert bei der Carlsberg-Tochter Holsten und wird
nun von der Oettinger Brauerei für den dänischen Konzern hergestellt. Laut Oettinger-Chef Günter
Kollmar wird derzeit mit Carlsberg verhandelt, in Braunschweig auch noch die Marken Holsten und Astra der Carlsberg-Tochter
Holsten zu brauen. Des Weiteren übernahm die Oettinger Gruppe von Carlsberg die Biermarke 5.0, die ebenfalls
in Braunschweig gebraut wird, jetzt allerdings als Marke der Oettinger Brauerei.
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Das Brauhaus Oettingen an seinem Stammsitz aus der Luft
betrachtet. Die größte Privatbtauerei Deutschlands hat sich noch einmal um 20 Prozent vergrößert:
Die Braunschweiger Feldschlößchen-Brauerei wurde gekauft. (Foto: wika).
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In Braunschweig selbst ändert sich also nichts, Marken und Brauverfahren
bleiben unverändert. Das Brauhaus Oettingen erwarb neben der Brauerei auch noch die Marke 5.0 sowie Lieferverträge
für Lidl, Aldi und Rewe für deren hauseigene Marken. Die Braunschweiger Brauerei ist derzeit mit einem
Ausstoß von knapp zwei Millionen Hektolitern pro Jahr gut ausgelastet, weshalb es innerhalb der Oettinger-Gruppe
nicht zu großen Produktionsverlagerungen kommen werde. In Braunschweig werden Mehrwegflaschen, Dosen und
PET-Flaschen abgefüllt. Bisher gab es bei Oettinger noch keine PET-Abfüllung. „Hier öffnet sich
für uns ein neuer Markt“, so Kollmar.
Die 160 Arbeitsplätze in Braunschweig seien aufgrund der Auslastung sicher, wenngleich sich die Oettinger
Brauerei noch eine Standortanalyse vorbehalte.
Dies könne aber laut Kollmar durchaus auch bedeuten, dass man die Kapazität ausweite, weitere Anlagen
installiere und neue Arbeitsplätze schaffe. |